Ziemlich genau vor einem Jahr haben wir uns einen Traum erfüllt und erfolgreich den Transalpine Run als (Ehe-) Paar gemeistert. 
Dabei galt es mit flotten Beinen in acht Tagesetappen, über drei Länder, insgesamt 260 km und 16.000 positive Höhenmeter, die Alpen zu durchqueren.


 


Das ist ganz klar eine große physische und psychische Herausforderung. Die ganzen Erlebnisse, Eindrücke und Emotionen zu beschreiben würden diesen Blogeintrag sprengen. Auf was ich hinauswill ist aber folgendes: neben der guten Vorbereitung bezüglich des Trainingspensums und der Ausrüstung bin ich davon überzeugt, dass unser Faszientraining im Vorfeld und während des Etappenrennens ein weiterer Schlüssel zum Erfolg war!


Wie sind wir zum Faszientraining gekommen?


Zum einen gab es die so genannte „Blackroll“ in unserem Fitnessstudio. Richtig verstanden habe ich allerdings den Stellenwert des Trainings erst nach der Sendung „Geheimnisvolle Faszien - Neues vom Rücken“ vom WDR (Quarks und Co. Sendung vom 02.02.2013).


Daraufhin haben wir uns das Buch Faszientraining von Frank Thömmes und eine eigene Blackroll gekauft. Das Prinzip des Trainings und der Rolle sind ja recht simpel, wenn ihr Interesse daran habt würde ich mir vorher die Rezessionen noch einmal genauer anschauen. 


Zurück zur Transalp: Während des Transalpine Runs haben wir uns tatsächlich jeden Abend auf die Yogamatte gequält und mit der Blackroll unsere Muskeln / Faszien bearbeitet. Bei den ersten Etappen reichten hierfür ca. 20 Minuten aus. Je länger wir aber unterwegs waren, desto schmerzhafter wurden die anfänglichen Übungen und umso länger mussten wir rollen um wieder halbwegs geschmeidig zu werden. Bei der vorletzten Etappe habe ich fast eine Stunde gebraucht! Die Überwindung hierfür war richtig groß und mir war am Anfang fast schon schlecht von dem rollen. Aber es hat sich gelohnt. Nach dem Faszientraining oder wie wir sagen „nudeln“ fühlt man sich schon viel besser und lockerer.


"Die Regeneration wird beschleunigt und wir hatten keine nennenswerten Verhärtungen oder Krämpfe".


Das ist bei dieser Art von Belastung schon ein richtiger Segen. Wir sind wie die meisten anderen Läufer auch jeden Abend zur Massage gegangen. Die Masseure haben uns auch bestätigt, dass unsere Muskulatur im Vergleich zu den anderen Läufern wirklich gut in Schuss war. Für mich persönlich war die Vorbereitung der Massage durch die Blackroll auch noch effizient. Denn die großen Muskelgruppen wie die Ober- und Unterschenkel und der Rücken sowie die Achillessehne kann man sehr gut „ausrollen“. Bei der 20-minütigen Massage konnten sich daher die Massageprofis auf die Problemfälle konzentrieren, das waren bei mir in der Regel die Füße.

Mit dem Faszientraining machen wir seitdem weiter. Insbesondere nach langen und knackigen Einheiten oder auch mal gerne vor dem Fernseher zum Entspannen.


Ganz nach dem Motto „immer schön geschmeidig bleiben“.

Wenn ihr euch ebenfalls mit dem Thema beschäftigen wollt, kann ich euch noch folgendes Paper empfehlen:

http://www.meridian-academy.de/assets/FascialFitnessDtsch.pdfdie ursprünglich englische Fassung findet ihr unter Terra Rosa e-magazine 7/2011 unter www.terrarosa.com.au und dem Buchkapitel aus Fascia: 

The Tensional Network of the Human Body. Schleip et al, Elsevier Science, Edinburgh UK, 2012. Wenn ihr noch in anderen Blogeinträgen rund um den Transalpine Run schmökern möchtet, findet ihr eine ganz gute Übersicht unter diesem Link.