VERWIRRUNG IM GLÄSCHEN-DSCHUNGEL - B(R)EIKOST FÜR SÄUGLINGE: Stillen ist die beste Nahrung für Säuglinge. Die Muttermilch versorgt das Baby nicht nur mit allen wichtigen Vitaminen und Nährstoffen sondern schützt zudem noch vor Infektionen. Aber was kommt eigentlich nach dem Stillen? Supermärkte und Drogerien bieten Breikost für Säuglinge in allen Variationen an. Die Verwirrung im Gläschen-Dschungel ist als „frischgebackene“ Mutter häufig groß. Aber auf was sollte man als Mutter achten und was ist zu vermeiden?


Die erste wichtige Frage ist: Wann ist ein Kind reif für die Breikost? 

 

Erste Merkmale sind: Das Baby macht bei Hunger den Mund weit auf, ist in der Lage zu sitzen oder sich vorzulehnen. Dies geschieht in der Regel ab dem 5. Monat. Ob nun im fertigen Gläschen oder selbst zubereitet, sind einige Punkte zu beachten. 

 

IN 3 SCHRITTEN WEG VON DER MILCH….


1. SCHRITT: GEMÜSE-KARTOFFEL-FLEISCH (Rezept)


Im Allgemeinen gilt für Breikost „ weniger ist mehr“! Eine  möglichst einfache Zusammensetzung ist ideal für Breikost (z.B. Nur Gemüse, Kartoffeln oder Reis oder Nudeln, Fleisch, Öl, Saft). Auf Milchprodukte wie zum Beispiel Joghurt oder Sahne sollte verzichtet werden, da Calcium die Eisenaufnahme verringert. Salz ist auch nicht geeignet für die Breikost. Gemüse-Kartoffel-Fleisch-Brei-Rezept:

 

> Start: 2-3 TL nährstoffreichem, gut verträglichem, gekochtem Gemüse z.B. Karotte, Pastinake, Kürbis, anschließend zur Sättigung weiter stillen

> Ab dem 8. Tag: zusätzlich 1 kleine Kartoffel und 1 EL Keimöl 

> Ab dem 15. Tag: zusätzlich 20-30 g magerem, fein pürierten Fleisch und Obstsaft 


Das Angebot im Supermarkt ist groß. Gläschen wie beispielsweise  Spaghetti Bolognese sollte aufgrund der Fülle an verarbeiteten Inhaltstoffen, Zusätzen und der zumeist enthaltenen allergenen Gemüsesorten nicht verwendet werden. 

FÜR ALLERGIEGEFÄHRDETE SÄUGLINGE ist es wichtig, dass immer nur eine Gemüseart verarbeitet wird. Pro Woche sollte höchstens ein Lebensmittel eingeführt werden. Auf allergene Gemüsesorten wie Sellerie, Tomaten, Paprika sowie Eier, Schweinefleisch, Fisch, Soja, kalt gepresstes Öl sollte verzichtet werden. Auch hier gilt die Regel „weniger ist mehr“. 

 

2. SCHRITT: MILCH-GETREIDE-BREI (Rezept)


200 ml Säuglings- oder Muttermilch
> 20 g glutenfreies Vollwert-Getreide z.B. Hirse, Reis, Buchweizen, Mais (nur 1 Sorte verwenden)
20 g Vitamin-C reicher Saft oder Obstpüree 

Es sollte kein Zucker und keine geschmackgebende Zutaten wie Gewürze, Nüsse, Schokolade, Kakao verwendet werden. 

 

3. SCHRITT: GETREIDE-OBST BREI (Rezept)


20 g Vollwert-Getreide
> 90 g Wasser
100 g 100 % Obstpüree 
5 g Öl oder Butter

 

Obst alleine ist keine vollwertige Mahlzeit für ein Baby, da Obst zu wenig Energie und Nährstoffe enthält. Daher sollte immer zusätzlich Getreide verarbeitet werden. 
Heimisches Obst der Saison z.B. Äpfel sind besonders geeignet. Auf saure Früchte wie beispielsweise Ananas verzichten! ... Im Übrigen, macht Ananas einen wunden Po bei Babys! 

 

Neben der ausgewogenen Mahlzeit sollten Babys auch viel Trinken. Die benötigte Menge Flüssigkeit im Alter von 1-4 Jahren beträgt bereits 1 Liter pro Tag. Wasser und ungesüßte Kräuter- und Früchtetees sind hierfür bestens geeignet. Dagegen sollten Obstsäfte anfangs mindestens 1:1 verdünnt werden. 

 

Beachtet man diese 3 Schritte ist es ganz einfach das Baby von der Milch zu entwöhnen... und die Rezepte sind schnell zubereitet. Beachtet man die enthaltenden Inhaltstoffe kann aber natürlich auch auf fertige Breigläschen zurückgegriffen werden.