• Versandkostenfrei ab 30 €
    für Bestellungen innerhalb Deutschlands

  • Schnell: Lieferfrist 2-3 Tage

  • Sicher: Mit SSL-Verschlüsselung

  • Experten-Hotline

    +49 (0)89 230029290

KINDERWUNSCH ALTERNATIVEN

Wenn es auf natürlichem Weg mit der Schwangerschaft nicht klappt, stellt sich die Frage, komplett auf Kinder zu verzichten, ein anderes Kind als Eigenes annehmen oder den Kinderwunsch mit Hilfe der Forschung weiter zu verfolgen.

Künstliche Befruchtung

Eine künstliche Befruchtung kann sowohl mit der Eizelle und dem Samen des Paares durchgeführt werden, man kann aber auch auf den Samen eines anderen Mannes zurückgreifen (Samenspende). Das Einsetzen einer fremden Eizelle sowie die der eigenen Eizelle in den Körper einer anderen Frau (Leihmutterschaft) sind in Deutschland verboten. Je nach der medizinischen Vorgeschichte der Patienten gibt es verschiedene Behandlungsmethoden. Am besten man informiert sich über geeignete Methoden beim Arzt des Vertrauens oder in einem Kinderwunschzentrum.

Bevor man sich für eine reproduktionsmedizinische Behandlung (z.B. künstliche Befruchtung, Refertilisierung) entscheidet, muss dem Paar bewusst sein, was dies mit sich bringt. Zum einen spielen natürlich materielle Faktoren eine Rolle, da die Behandlung unter Umständen recht kostspielig ist. Die gesetzlichen Krankenkassen übernehmen bei bestimmten Verfahren 50% der entstehenden Kosten, allerdings nur bis zu einer gewissen Versuchsanzahl und unter bestimmten Auflagen wie Altersbegrenzungen [1]. Hierbei kann ein Kinderwunschzentrum beratend weiterhelfen.

Eine mindestens genauso wichtige Frage ist, ob man körperlich und seelisch dafür bereit ist. Eine künstliche Befruchtung ist stets, sowohl für die Frau als auch den Mann, ein Eingriff in den Körper. Oftmals müssen im Vorfeld Hormonbehandlungen vorgenommen werden. Diese hormonellen Veränderungen stellen viele Paare auf eine harte Probe. Aber auch der psychische Druck, den ein solcher Eingriff mit sich bringt, ist nicht zu unterschätzen. Einerseits bringt eine künstliche Befruchtung große Hoffnung mit sich, vielleicht bald dem Kinderglück einen Schritt näher zu sein. Andererseits ist die Enttäuschung groß, wenn es (wieder) nicht geklappt hat. Es stellt sich die Frage nach dem „Warum?“, „Woran liegt´s?“, „Wer ist schuld?“. Dies ist natürlich keine einfache Situation und belastet viele Partnerschaften. Es ist deshalb sehr wichtig sowohl einen kompetenten Ansprechpartner für alle medizinischen Fragestellungen zu haben als auch eine nahestehende Vertrauensperson für persönliche Gespräche.

Bei dem Wunsch nach einer künstlichen Befruchtung ist stets eine medizinische Beratung nötig. Ein Arzt kann Ihnen am besten dabei helfen, die für Sie in Frage kommende Methode auszuwählen.

Reproduktionsmedizinische Behandlungsmöglichkeiten im Überblick [1]:


Kinderwunschzentrum

In vielen Städten gibt es sogenannte Kinderwunsch-Zentren oder –Kliniken, die darauf spezialisiert sind, Paaren bei ungewollter Kinderlosigkeit weiterzuhelfen. Eine erste, unabhängige und unverbindliche Beratung kann man auch in einer Beratungsstelle, z.B. von ProFamilia bekommen.

Samenspende

Will man bei einer künstlichen Befruchtung auf einen fremden Spendersamen zurückgreifen, gibt es natürlich noch weitaus mehr Fragen, die man sich vorher stellen sollte. So ist es wichtig, dass beide Partner zu 100% damit einverstanden und glücklich sind, dass das Kind von einen anderen leiblichen Vater stammt. Auch sollte man sich schon im Vorfeld überlegen, wie und ob man mit den möglichen (Identitäts)fragen des Kindes, aber auch der Eltern, umgehen kann.

Eine künstliche Befruchtung ist keinesfalls eine einfache Entscheidung, die man leichtfertig treffen sollte. Ein Paar mit Kinderwunsch sollte sich deshalb Zeit nehmen eine Entscheidung zu fällen und mögliche Schwierigkeiten im Vorfeld überdenken.

 

Adoption oder Pflegekind?

Eine weitere Möglichkeit Eltern zu werden, ist ein Kind anzunehmen. Hierbei geben die Eltern zwar nicht ihr Erbgut weiter, dafür aber ihre Liebe und Fürsorge. Es gibt zwei Möglichkeiten ein Kind bei sich aufzunehmen: die Adoption und die Pflegschaft.

Adoption

Adoption ist die Annahme eines Kindes als eigenes und somit die rechtliche Grundlage für das Eltern-Kind-Verhältnis. Rechtlich gesehen wird ein Kind durch die Adoption eine verwandte Person in der Adoptivfamilie, wodurch im Regelfall die familienrechtliche Beziehung zwischen den leiblichen Eltern und dem adoptierten Kind aufgelöst wird. Das Kind wird also ein vollwertiger Teil seiner neuen Familien. Eine Adoption ist stets mit verschiedenen Auflagen verbunden. Beispielsweise muss stets einer der Adoptiveltern mind. 25 Jahre alt und unbeschränkt geschäftsfähig sein [2]. Da das Wohl des Kindes im Vordergrund steht verschafft sich die zuständige Stelle (z.B. Jugendamt, Wohlfahrtsverband, kirchlicher Träger) ein umfassendes Bild darüber, ob das Kind in der Familie gut aufgehoben ist. Wichtige Faktoren sind u.a. geordnete Verhältnisse und eine gefestigte Partnerschaft der Adoptiveltern, aber auch dass die Eltern ihre biologische Kinderlosigkeit akzeptieren können [3].  

Momentan hoffen viele Paare in Deutschland auf ein Adoptivkind. Im Durchschnitt warten 13 Paare auf ein zur Adoption freigegebenes Kind [4], besonders bei dem Wunsch einer Adoption von Säuglingen und Kleinkindern sind die Chancen eher gering. Auch die Adoption von Kindern aus dem Ausland ist über staatlich anerkannte Organisationen möglich. Kommerzielle Agenturen sind in Deutschland jedoch zum Schutz von Kindern und ihren leiblichen Eltern nicht erlaubt.

Pflegeeltern

 

 Eine weitere Alternative ist die Pflegschaft. Meist suchen hierbei Jugendämter nach Pflegeeltern, die Kinder aufnehmen, weil die leiblichen Eltern vorübergehend (Kurzzeitpflege) oder dauerhaft nicht für ihre Kinder sorgen können. Nicht selten entwickelt sich aus einer Langzeitpflegschaft eine Adoption [3]. Ein Unterschied zur Adoption ist neben des rechtlichen Eltern-Kind-Verhältnisses auch, dass die Pflegeeltern vom Jugendamt Unterhalts- und Erziehungsgelder erhalten. Wenn sich aus einer Pflegschaft ein echtes Eltern-Kind-Verhältnis entwickelt hat, ist es auch nach dem 18. Lebensjahr des Kindes stets sinnvoll einen beglaubigten Adoptionsvertrag zu schließen.

 

 Zum Produkt

 


[1] ProFamilia, “ Kosten von Kinderwunschbehandlungen”, http://www.profamilia.de/erwachsene/kinderwunsch/unerfuellter-kinderwunsch/kosten.html, Stand: 27.04.2015

[2] Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA), „Warum gerade wir? Wenn ungewollte Kinderlosigkeit die Seele belastet“, 2013

[3] Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA), „Wenn ein Traum nicht in Erfüllung geht… Kinderwunsch und Unfruchtbarkeit“, 2012

[4] ProFamilia, „Alternativen – Adoption und Pflegekind“, http://www.profamilia.de/erwachsene/kinderwunsch/unerfuellter-kinderwunsch/alternativen-zur-kinderwunschbehandlung.html, Stand: 27.04.2015