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Bild Spermien & Eizelle

WEIBLICHE FRUCHTBARKEIT

Der richtige Zeitpunkt – fruchtbare Tage

Ein unerfüllter Kinderwunsch kann ebenso wie beim Mann seinen Ursprung bei der Frau haben. Bei der Fruchtbarkeit der Frau spielen vor allem zeitliche Komponenten eine Rolle. Im Gegensatz zum Mann ist die Frau nicht grundsätzlich an allen Tagen gleich fruchtbar. 

Der weibliche Zyklus bestimmt, wann eine Frau ihre fruchtbaren Tage hat. Der Eisprung (Ovulation) ist hierfür ausschlaggebend. Dieser findet bei den meisten Frauen einmal pro Monat statt. Die Eizelle ist nach dem Eisprung bis zu 24 Stunden befruchtungsfähig [1]. Da die Spermien aber etwa 48 Stunden (teilweise auch länger) im weiblichen Körper überleben können, gibt es pro Zyklus etwa 5 Tage (2-3 Tage vor bis einem Tag nach dem Eisprung) in denen Geschlechtsverkehr zur Befruchtung der Eizelle führen kann [1]. Der genaue Zeitpunkt des Eisprungs variiert von Frau zu Frau.

 

Es gibt verschiedene Methoden den persönlichen Eisprung zu ermitteln, wie die mehrmonatige Beobachtung des Körpers mit der Kalendermethode, über Temperaturmessungen (Basaltemperaturmethode) oder mit der Schleimmethode. Die Kombination aus der Schleimbeobachtung mit der Basaltemperaturmethode kann recht sicher zeigen, wann der Eisprung eingesetzt hat. Die Sicherheit der zeitlichen Bestimmung kann durch Beobachtung des Gebärmutterhalses oder des Muttermunds zusätzlich erhöht werden.

Methoden für die Ermittlung des persönlichen Eisprungs im Überblick [2]:

Mittlerweile gibt es verschiedene technische Hilfsmittel oder Apps, die Sie bei der Ermittlung oder Berechnung Ihres Eisprungs unterstützen, diese sind jedoch nicht immer gleich zuverlässig.

Neben dem Zeitpunkt des Eisprunges spielt auch das Alter der Frau eine wichtige Rolle. Frauen sind ab dem Eintreten der Periode bis zur Menopause fruchtbar. Die Menopause tritt meist zwischen dem 45. und 55. Lebensjahr ein. Allerdings ist unterliegt die Fruchtbarkeit der Frau einer Art Kurve. Der Fruchtbarkeitshöhepunkt einer Frau ist Anfang 20 erreicht und die Fruchtbarkeit nimmt schon ab 35 signifikant ab. Der biologisch günstigste Zeitpunkt Kinder zu bekommen ist für Frauen zwischen dem 20. und 30. Lebensjahr.

Hormone

 

Hormone spielen bei der Fruchtbarkeit der Frau eine bedeutsame Rolle. Ein gesunder Hormonhaushalt ist ein wichtiges Kriterium fürs Kinderkriegen. Die weiblichen Geschlechtshormone Östrogen (vor allem Estradiol), Progesteron und das LH-Hormon werden für die Steuerung des Zyklus benötigt. Estradiol dient zur Ausbildung der Gebärmutter, Eierstöcke und Eileiter sowie sekundärer weiblicher Geschlechtsorgane (z.B. der Brust). Generell sind Östrogene dafür zuständig, dass jeden Monat eine Eizelle wächst und machen es mit Hilfe des Gelbkörperhormons Progesteron möglich, dass sich das befruchtete Ei in der Gebärmutterschleimhaut einnisten kann. Die Bildung von Progesteron hängt stark mit dem Luteinisierendem Hormon (LH) zusammen, da dieses die Gelbkörperbildung fördert. Außerdem steuert LH zusammen mit den weiteren weiblichen Hormonen den Menstruationszyklus und löst den Eisprung aus. Ein gesunder Hormonhaushalt ist also eine wichtige Basis um schwanger zu werden.

 

In den Wechseljahren sinkt die Produktion von Östrogenen und Progesteron, was zum Auftreten verschiedener Beschwerden, wie Hitzewallungen, führt.

Hormonelle Empfängnisverhütung

Nach wie vor kursiert das Gerücht hartnäckig, dass die langjährige Einnahme der Pille (sowie anderer  hormoneller Empfängnisverhütungsmethoden) dafür verantwortlich ist, dass manche Frauen nicht schwanger werden. Hierfür gibt es allerdings keine wissenschaftlichen Belege. Bei der Einnahme der Pille wird die Schwangerschaft dadurch verhindert, dass dem Körper vorgetäuscht wird bereits schwanger zu sein, weshalb er keine weitere Schwangerschaft zulässt. Nach Absetzen der Pille geht der Körper dann wieder in einen normalen Zyklus über. Allerdings kann es passieren, dass der Körper mancher Frauen nach Absetzen der Pille etwas Zeit braucht bis sich der Hormonhaushalt wieder normalisiert. Dies bedeutet jedoch keineswegs, dass die Fruchtbarkeit dauerhaft beeinflusst wird.

 

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[1] Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA), „Ein kleines Wunder: Die Fortpflanzung“, 2014

[2]Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA), „Die fruchtbaren Tage erkennen", http://www.familienplanung.de/kinderwunsch/fortpflanzung-und-geschlechtsorgane/die-fruchtbaren-tage-erkennen