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Bild Spermien & Eizelle

MÄNNLICHE FRUCHTBARKEIT

Allgemeines zur männlichen Fruchtbarkeit

Fruchtbarkeit (=Fertilität, Zeugungsfähigkeit) nennt man die Fähigkeit Nachkommen zu zeugen. Die Fruchtbarkeit des Mannes hängt in hohem Maße von der Qualität – sprich der Gesundheit, Anzahl und Beweglichkeit - der Spermien ab. Aber auch äußere Faktoren, wie Stress und andere Umweltfaktoren, nehmen auf die Fruchtbarkeit Einfluss. Ab der Pubertät werden Jungen fruchtbar, im Durchschnitt mit etwa 13-14 Jahren. Obwohl die Fruchtbarkeit bei Männern nicht zeitlich begrenzt ist wie bei Frauen, nehmen die Spermaproduktion sowie die Qualität der Spermien im Alter ab. Die Spermamenge sowie die Gesundheit und Beweglichkeit sind bis zum 35. Lebensjahr am höchsten. Natürlich ist auch danach eine erfolgreiche Befruchtung möglich, aber die Wahrscheinlichkeit sinkt, da die Anzahl und Schnelligkeit der Spermien nachlässt. Zudem steigt im Alter das Krankheitsrisiko für das ungeborene Kind durch geschädigtes Erbgut, da das Immunsystem schwächer wird und weniger selektiv Spermien mit krankem Erbgut aussortieren kann.

Gesunde Spermien im Spermiogramm erkennen

 

Ob die Spermien gesund und zeugungsfähig sind, hängt von verschiedenen Faktoren ab. Aufschluss gibt ein sogenanntes Spermiogramm, das man beim Urologen durchführen lassen kann. Hierbei wird das Ejakulat (=Samenflüssigkeit beim Orgasmus des Mannes) untersucht und analysiert. Das Spermiogramm gibt u. a. Auskunft über die Spermienkonzentration, die Spermienanzahl, die Beweglichkeit, die Morphologie (Struktur und Form) und die Vitalität der Spermien (Anzahl der lebenden Spermatozoen). Das eigene Spermiogramm wird mit dem Basisspermiogramm der WHO abgeglichen[1]. Der Vergleich mit den Referenzwerten der WHO gibt Hinweise darauf, ob die Qualität der Spermien für eine erfolgreiche Befruchtung ausreicht.

 

Basisspermiogramm der WHO, 20101

 1Evidenzbasierte Daten aus einer Referenzpopulation fertiler Männer („time-to-pregnancy“ in der Partnerschaft < 12 Monate)

 Im Internet werden mittlerweile auch Schnelltest zur Überprüfung der Spermienqualität angeboten, diese liefern aber nicht dieselben detaillierten Ergebnisse wie ein Spermiogramm.

Eine Verbesserung der Spermienqualität kann durch eine gesunde Lebensweise (Verlinkung), z.B. weniger Rauchen und Alkohol, sowie durch eine bewusste Ernährung mit für die Spermaproduktion wichtigen Nährstoffen erreicht werden.

 

Testosteron und Fruchtbarkeit

 

Auch die männlichen Hormone haben Einfluss auf die Spermabildung und somit die Fruchtbarkeit. Testosteron ist das wichtigste Sexualhormon der Männer und ist wesentlich an der Bildung der Spermien (Spermatogenese) beteiligt, da es die Reifung der Spermatiden zu Spermien steuert. Daneben fördert Testosteron u.a. die Entwicklung der männlichen Geschlechtsorgane sowie den Wachstum der Körperbehaarung, insbesondere der Barthaare. Ein Mangel an Testosteron kann dazu führen, dass die Spermienproduktion gestört wird und weniger Spermien gebildet werden [2].
Des Weiteren ist auch das follikelstimulierende Hormon (FSH) an der Spermienbildung beteiligt (bei Frauen wirkt es an Eizellenwachstum und –reifung mit). Ausreichend FSH im männlichen Körper sorgt dafür, dass die Spermabildung im männlichen Körper angetrieben wird.

 

Unterschied zwischen Erektionsstörung und Infertilität

Ein niedriger Testosteronspiegel kann außerdem der Auslöser einer Erektionsstörung sein. Diese sollte aber nicht mit Unfruchtbarkeit verwechselt werden. Unter einer Erektionsstörung versteht man lediglich, dass ein Mann keine Erektion bekommt oder diese nicht aufrechterhalten kann. Dies sagt allerdings nichts über die Fruchtbarkeit aus: ein Mann mit Erektionsstörung kann durchaus fruchtbar sein und umgekehrt kann ein steriler Mann durchaus eine Erektion haben.

Generell ist eine gelegentliche Erektionsstörung kein Grund zur Sorge, da sie u.a. von Stress ausgelöst werden kann [3]. Erst wenn es über mindestens 3 Monate hinweg bei 75% aller Versuche zu keiner ausreichenden Erektion kommt, spricht man von einer erektilen Dysfunktion. Gründe für dauerhafte Erektionsstörungen können Durchblutungsstörungen, Testosteronmangel oder Nebenwirkungen von Medikamenten sowie psychische Erkrankungen und Erkrankungen des zentralen Nervensystems sein. Ein Beratungsgespräch mit einem Arzt des Vertrauens ist in einem solchen Fall sinnvoll.

 

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[1] Prof. Dr. med. Frank-Michael Köhn, „Unerfüllter Kinderwunsch – Wann liegt es am Mann“ , MMW-Fortschr.Med., 2014 (156, 12), S.40-43

[2] Centrum für Reproduktionsmedizin und Andrologie, Abteilung Andrologie – Universitätsklinikum Münster, „Testosteronmangel“, http://klinikum.uni-muenster.de/index.php?id=1636, Stand: 27.04.2015

[3] Apotheken-Umschau, „Erektile Dysfunktion“, http://www.apotheken-umschau.de/Erektile-Dysfunktion, aktualisiert am 25.11.2014, Stand: 27.04.2015