• Versandkostenfrei ab 30 €
    für Bestellungen innerhalb Deutschlands

  • Schnell: Lieferfrist 2-3 Tage

  • Sicher: Mit SSL-Verschlüsselung

  • Experten-Hotline

    +49 (0)89 230029290

 

 


 

DIFFERNZIERTE EISENTHERAPIE

Eisenmangel gehört zu den häufigsten Mangelerkrankungen unserer Zeit. Ein differenziertes therapeutisches Vorgehen ist empfehlenswert. 

Welche Faktoren fördern die Eisenaufnahme?

Eine eisenreiche Ernährung allein fördert nicht die Eisenaufnahme. Es müssen auch noch andere Faktoren vorhanden sein, damit die Eisenaufnahme in dem Umfang vonstattengehen kann, wie sie vorgesehen ist. Zu diesen Faktoren zählt unter anderem die ausreichende Zufuhr von Vitamin C über die Nahrung.4 Insbesondere die Aufnahme von Eisen aus pflanzlicher Nahrung wird durch die Zufuhr von organischen Säuren gefördert.

Neben der Zusammensetzung der Nahrung, ist auch der Zeitpunkt der Nahrungsaufnahme wichtig. Am besten wird Eisen aufgenommen, wenn es auf nüchternen Magen aufgenommen wird. Und auch 30 Minuten vor bzw. 2 Stunden nach den Mahlzeiten können dem Körper für die Förderung der Aufnahme von Eisen noch einmal eisenreiche Nahrungsmittel zugeführt werden.

Welche Faktoren hemmen die Eisenaufnahme?

Neben einer nicht ausgewogenen bzw. einer einfach zu eisenarmen Ernährung kann die Aufnahme von Eisen in die dafür vorgesehenen Speicher auch durch verschiedene Faktoren gehemmt werden. Und zwar trotz einer ausgewogenen und eisenreichen Ernährung. Hierzu gehören neben einer vorliegenden Magen-Darm-Erkrankung auch ein bereits bestehender Vitamin-C-Mangel.8 Des Weiteren kann zu hastiges Essen dazu führen, dass die Eisenaufnahme gehemmt wird. Außerdem können ein zu geringer Säuregehalt in Magen oder Schleimhautveränderungen im oberen Dünndarm sowie der hohe Konsum von Kaffee, Tee und Rotwein die Eisenaufnahme ungünstig beeinflussen. Ebenfalls gehemmt wird die Aufnahme von Eisen durch die Einnahme bestimmter Medikamente, wie Magen-Entsäuerungs-Mittel oder Mittel zur Cholesterinsenkung.5 

Es gibt eine Vielzahl von eisenhaltigen Lebensmittel. Aber das Eisen aus der pflanzlichen Lebensmitteln wird viel schlechter von dem Körper aufgenommen. Es handelt sich um so genannte Nicht-Hämeisen. Aus diesem Grund sind Veganer eher mehr von dem Eisenmangel bedroht, weil das Eisen nicht in ausreichendem Maße aufgenommen werden kann. Wer die Absorption von Eisen verbessern will, braucht viel Vitamin C! Aus diesem Grund ist es zu empfehlen, eisenhaltige Saft aus eisenreichen Früchten und Obst zusammen mit Vitamin-C reichen Lebensmitteln zu pressen. Durch die in Säften und in Obst enthaltene Ascorbinsäure kann das Eisen besser verwertet werden. Das Eisen aus tierischen Lebensmitteln, das auch Hämeisen genannt wird, kann der Mensch sehr viel besser aufnehmen. Das aus pflanzlicher Nahrung stammende Eisen liegt in der Regel fest gebunden und in der dreiwertigen Form (Fe3+) vor. 4 Damit dieses aufgenommen und gespeichert werden kann, muss es zunächst in lösliche Form gebracht werden, also in zweiwertiges Eisen (Fe2+) umgewandelt.
 

Der Bedarf an Eisen ergibt sich vorrangig aus den täglichen Eisenverlusten. Ausgeschieden wird Eisen über den Stuhl, über Urin und Schweiß. Die Menge an Eisen, die so ausgeschiedene wird, beträgt etwa 1 mg am Tag. Haben Frauen ihre Regelblutung, kommt noch einmal eine höhere Menge hinzu. Allerdings reicht es nicht aus, dass dieser Verlust wieder ausgeglichen wird. Das heißt über die Nahrung muss schon mehr als nur 1 mg pro Tag aufgenommen werden. Denn nur ca. 10 bis 15 Prozent des Eisens aus der Nahrung kann der Körper tatsächlich aufnehmen. In der Empfehlung der Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) im Bezug über die Höhe der Menge an Eisen, die täglich aufgenommen werden soll, ist dies bereits berücksichtigt. Es gibt ganz bestimmte Situationen im Leben, in denen der Eisenbedarf erhöht ist. Dies ist während des Wachstums der Fall und in der Schwangerschaft. Jugendliche und Erwachsene benötigen 8 und 10 mg, Schwangere 20 bis 30 mg.4

Warum haben Frauen ein erhöhter Eisenbedarf?

Der Bedarf an Eisen ist nicht nur vom Alter und den Lebensumständen abhängig, sondern auch vom Geschlecht. Frauen benötigen mehr Eisen, um gesund zu bleiben. Zunächst einmal durch die Regelblutung, die Monat für Monat auftritt. Denn nicht nur Blut wird hier ausgeschieden, sondern auch Eisen. Der Bedarf steigt aus diesem Grund bei einer Frau während der Menstruation stark an. Und auch während der Menophase hat eine Frau wegen der hormonellen Umstellung einen höheren Bedarf an Eisen. Frauen sollten aus diesem Grund während ihrer Menstruation mehr eisenreiche Nahrung zu sich nehmen als sonst. Der Bedarf an Eisen ist in der Zeit der Menstruation um 50 Prozent höher.6 Denn nur so kann verhindert werden, dass es zu einem Eisenmangel kommt bzw. dass genügend Eisen gespeichert werden kann. Während der Schwangerschaft haben Frauen ebenfalls einen erhöhten Bedarf an Eisen.

Schwangerschaft und Stillzeit

Grund dafür ist, weil Plazenta und Gebärmutter mit Eisen versorgt werden müssen. Diesen zusätzlichen Bedarf dürfen Schwangere auf keinen Fall vergessen. Der Fötus muss schließlich auch in der Lage sein können, dass er schon eigene Eisenspeicher anlegen kann. Ein Eisenmangel in der Schwangerschaft kann dazu führen, dass das Kind mit Untergewicht zur Welt kommt. Außerdem kann es zu Frühgeburten und zu Entwicklungsstörungen kommen. Über den Hämoglobinwert und das Ferritinniveau lässt sich ein möglicher Eisenmangel in der Schwangerschaft früh erkennen und behandeln. Auch nach der Geburt des Kindes haben Frauen einen erhöhten Eisenbedarf, wenn sie stillen. Denn über die Muttermilch muss das Neugeborene während dieser Zeit in ausreichendem Maße mit Eisen versorgt werden.

Warum brauchen Frauen in der Schwangerschaft viel Eisen?

Eine Frau benötigt, wenn sie schwanger ist mehr Eisen. Dieser Mehrbedarf entsteht dadurch, dass 30 bis 40 Prozent mehr Blut7 gebildet werden muss. Erreicht werden kann die Bildung von so viel Blut nur durch die vermehrte Zufuhr von Eisen. Der Bedarf steigt in der Schwangerschaft auf das Doppelte an im Vergleich zu der Zeit, in der keine Schwangerschaft besteht. Schwangere Frauen sollen laut der Empfehlung der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) für schwangere Frauen täglich 30 mg Eisenaufnahme über die Nahrung, damit die ausreichende Versorgung der Schwangeren und des Fötus sichergestellt werden kann. Dieses zusätzliche Blut ist nötig, um die Plazenta und die Gebärmutter ausreichend zu versorgen. Außerdem muss auch der Fötus von Beginn an ausreichend mit Eisen versorgt werden, damit es eigene Eisenspeicher anlegen kann.

Folgen von Eisenmangel in der Schwangerschaft

In der Schwangerschaft kann es sich fatal auswirken, wenn die Schwangere nicht ausreichend Eisen zu sich nimmt. Außer Blutarmut droht auch eine Schädigung des Fötus bzw. eine Erhöhung des Risikos einer Frühgeburt oder von Mangelerscheinungen bzw. Wachstumsstörungen beim neugeborenen Kind kommen. Grund dafür ist, dass es außer bei der werdenden Mutter zu den üblichen Symptomen, wie Müdigkeit, zu Erschöpfung und zu einer allgemeinen Blässe, auch zu einer Minderversorgung der Plazenta kommt.

Die empfohlene Tagesmenge für Eisen in Milligramm (mg) pro Tag für Säuglinge, Kinder, Frauen und Männer

 Eisenmangen bei Veganer und Vegetarier?

Dass Vegetarier oder Veganer grundsätzlich an Eisenmangel leiden ist aber nicht gesagt. Dies trifft aber nur zu, wenn sie nicht ausreichend auf ihre Eisenzufuhr achten. Dank der großen Mengen an Gemüse, das eisenreich ist, ist die Gefahr allerdings gering. Gefährdeter sind indes Menschen, die an Erkrankungen des Magen- und Darmtraktes leiden. Denn dadurch kann die Resorption die Aufnahme von Eisen verhindern. Eisenmangel kann auch entstehen durch Blutungen infolge von Magengeschwüren, Hämorrhoiden oder durch die Einnahme von bestimmten Medikamenten, wie Antirheumatika. 

Worauf sollten Vegetarier achten?

Die Zahl der Vegetarier steigt stetig. Viele erkennen die Vorzüge dieser Art sich zu ernähren. Der Verzicht auf tierische Produkte, insbesondere Fleisch, kann allerdings auch zu Mangelerscheinungen führen. Insbesondere ein Eisenmangel ist nicht auszuschließen, da das gute Hämeisen ausschließlich über die Zufuhr von Fleisch aufgenommen werden kann. Da Vegetarier aber auf Fleisch grundsätzlich verzichten, führen sie sich überwiegend das nicht so schnell aufnehmbare Nicht-Hämeisen zu. Wichtig ist daher für Vegetarier darauf zu achten, dass sie mit der Nahrung sehr viel Vitamin C aufnehmen und organische Säuren wie Zitronensäure und Milchsäure. Sowohl Vitamin C, als auch organische Säuren begünstigen nämlich die Aufnahme des Eisens aus pflanzlichen Lebensmitteln. Bestimmte Zubereitungstechniken der vegetarischen Ernährung sind zudem auch hilfreich, dass möglichst viel Eisen aufgenommen werden kann. Hierzu zählt zum Beispiel das Einweichen oder das Keimen von Getreide und von Hülsenfrüchten. Hierdurch verringert wird vor allem der Gehalt an Phytaten, welche die Eisenaufnahme hemmen könnten. 

Worauf sollten Veganer achten?

Anders als Vegetarier verspeisen Veganer nicht einmal tierische Produkte wie Honig oder Eier. Dies führt dazu, dass Veganer stark gefährdet sich einen Nährstoffmangel zu erleiden. Besonders der Eisenmangel ist unter Veganern weit verbreitet. Grund dafür ist, dass das aus pflanzlicher Nahrung aufgenommene Eisen nur schlecht aufgenommen wird. Es handelt sich hierbei um Nicht-Hämeisen. Dieses muss erst in zweiwertiges Eisen umgewandelt werden, dass es gut aufgenommen werden kann. Dies geschieht zum Beispiel durch eine ausreichende Versorgung mit Vitamin C. Erreicht werden kann diese Versorgung durch das Trinken von Saft zur Nahrung oder dem Verzehr von Obst, das einen sehr hohen Vitamin-C-Anteil hat. Zudem muss darauf geachtet werden, dass dem Körper gleichzeitig mit der Nahrung keine Tannine wie sie in schwarzem oder grünem Tee enthalten sind, zugeführt wird. Sehr wichtig ist der Verzehr von Gemüse, das Eisen durch Oxalsäure bindet. Gemüsesorten wie Rhabarber und Spinat sind daher weniger empfehlenswert für den Speiseplan von einem Veganer.

Wird Eisen im Körper gespeichert?

Das über die Nahrung aufgenommene Eisen wird vorrangig für die Herstellung von Hämoglobin und anderen Proteinen verwendet.4 Das Eisen, das dann noch übrig bleibt, wird als Ferritin und bzw. Hämosiderin gespeichert. Als Hämosiderin wird Eisen im Körper aber nur dann gespeichert, wenn die Ferritinspeicher bereits gefüllt sind. Die Größe von diesen Speichern kann sehr unterschiedlich sein von Mensch zu Mensch. Denn je nach Bedarf kann Eisen aus Ferritin auch rasch mobilisiert und für die Hämoglobinsynthese herangezogen werden.

 
Differneziert therapieren bei Sportlern

Auch abgesehen von dem Phänomen der Verdünnungs-Anämie* ist die Prävalenz eines Eisenmangels bei Sportlern höher als bei Nicht-Sportlern. Folgende Sportler sind besonders gefährdet:

  • Sportler mit geringem Körpergewicht: Bei vielen Sportarten werden hypokalorische Diäten zugunsten eines niedrigen Körpergewichts eingehalten
  • Ausdauersportler unter kohlenhydratreicher Kost
  • "Extrem-Sportler" z.B. Marathon-Läufer
  • Sportler unter NSAR-Therapie
Differenziert therapieren bei Blutspendern 

Bei Dauerblutspendern kann oftmals der erhöhte Eisenbedarf nicht mehr durch das Eisen aus der täglichen Nahrung gedeckt werden. Einige Blutspendezentren stellen zwar den Spendern Eisenpräparate zur Verfügung. Im Falle der vollständigen Entleerung der Eisenspeicher ist allerdings eine ca. 4- bis 6-monatige Therapie mit einem oralen Eisenpräparat erforderlich. Nur 2 Millionen der rund 80 Millionen Bundesbürger spenden Blut - zu wenige für den hohen Bedarf an Blut und Plasma. Bitte helfen Sie mit, Ihre Patienten durch kompetente Aufklärung zu motivieren. Bei den Patienten, die bereits spenden, sollte - bei leeren Eisenspeichern (Ferritin < 15 µg/l) einer Entwicklung der Eisenmangel-Anämie mit einer effektiven Eisentherapie entgegengewirkt werden.
 

Differenziert therapieren bei Älteren

Bei gesunden älteren Menschen wird die Häufigkeit von Eisenmangel in den hoch entwickelten Ländern als relativ gering eingestuft. Anders verhält es sich bei morbiden und hochbetagten Patienten: Vor allem aufgrund von Multimorbidität und Multimedikation kommt es bei dieser Risikogruppe häufig zu Eisenmangel. Wichtig auch hier: die sehr genaue diagnostische Abklärung der Ursache niedriger Eisen-Werte. Erst danach sollte eine adäquate Therapie beginnen.

Vielfach reicht bei Älteren auch die tägliche Ernährung nicht mehr aus, um den Bedarf an Eisen - neben Folsäure und Vitamin B12 - zu decken. Entsprechend kann nach Diagnose-Stellung die langfristige Gabe eines niedrig dosierten Eisenpräparates, wie z.B. Denk ferro vital+ erfolgen.