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BEDARF UND MANGEL AN EISEN

Erste Anzeichen / Symptome

Wer zu wenig Eisen bekommt, fühlt sich oft müde und schlapp. Ist im Blut nicht mehr genügend roter Blutfarbstoff vorhanden, wird das Gewebe nicht mehr ausreichend mit Sauerstoff versorgt. Eine andauernde Müdigkeit ist oft ein typisches Krankheitsanzeichen bei Eisenmangel. Des Weiteren können Appetitlosigkeit, Erschöpfung, Haarausfall, trockene Haut, Kopfschmerzen, wiederkehrende Einrisse der Mundwinkel sowie eine erhöhte Anfälligkeit für Infekte als erste Anzeichen wahrgenommen werden. Lassen Sie Ihre Eisenwerte durch einen Laborbefund prüfen und wirken Sie so einem Eisenmangel frühzeitig entgegen. 

Ursachen

Die Ursachen für Eisenmangel sind vielfältig und entstehen bei einem Missverhältnis zwischen Eisenaufnahme und –bedarf. Gründe können einerseits in der ungenügenden Zufuhr durch die Ernährung sein, andererseits im gesteigerten Bedarf oder im erhöhten Verlust des Eisens liegen. Zuerst werden vom Körper die vorhandenen Eisenspeicher geleert bevor es zu einer Blutarmut kommt und die Reserven vollständig leer sind.

Mehrbedarf an Eisen

Für eine gesunde Ernährung wird von der Deutschen Gesellschaft für Ernährung ab dem 7. Lebensjahr 10 mg Eisen / Tag empfohlen.[1] Aufgrund des Blutverlustes während der Menstruation sind vor allem Frauen auf die Hilfe von Eisen bei der Blutbildung angewiesen. Zudem ist auch häufiges Blutspenden nicht zu vergessen. Darüber hinaus haben Schwangere und stillende Frauen einen besonders hohen Eisenbedarf. Bei Schwangeren besteht der höchste Bedarf in den letzten drei Monaten vor der Geburt. Der Bedarf für Schwangere liegt bei etwa 30 mg bzw. 20 mg für stillende Frauen. Diese Angabe gilt für Frauen nach der Geburt, um die Verluste während der Schwangerschaft auszugleichen.[2] Des Weiteren sind Sportler häufig unterversorgt, da sie oftmals den erhöhten Bedarf an Spurenelementen und Nährstoffen nicht vollständig decken können. Fällt die Muskelleistung und die Ausdauer ab, könnte es an Eisenmangel liegen da die Muskeln schneller übersäuert werden und dadurch sich die Erholungszeit verlängert.[3] Dieser Mehrbedarf an Eisen kann nicht alleine durch die Ernährung gedeckt werden, sondern muss dem Körper durch Ergänzungspräparate zugeführt werden.  

Achtung: Eine Eisenmangelanämie in der Schwangerschaft steigert das Risiko für Frühgeburten und die Gefahr, dass das Baby bei der Geburt zu wenig wiegt.

Empfohlene Eisenzufuhr

Alter

Eisen mg / Tag (Dosierung)

Säuglinge: 0 bis unter 4 Monate

0,5 mg

Säuglinge: 4 bis unter 12 Monate

8 mg

Kinder: 1 bis unter 4 Jahre

8 mg

Kinder: 4 bis unter 7 Jahre

8 mg

Kinder: 7 bis unter 10 Jahre

10 mg

Kinder: 10 bis unter 13 Jahre

12-15 mg

Kinder: 13 bis unter 15 Jahre

12-15 mg

Jugendliche und Erwachsene

 

15 bis unter 19 Jahre

12-15 mg

19 bis unter 25 Jahre

10-15 mg

25 bis unter 51 Jahre

10-15 mg

51 bis unter 65 Jahre

10 mg

65 Jahre und älter

10 mg

Schwangere

30 mg

Stillende

20 mg

Quelle: Deutsche Gesellschaft für Ernährung e.V.

Optimal versorgt?

Eisenmangel - Risikogruppen 

Gründe für erhöhten Eisenbedarf

Kleinkinder und Jugendliche

Wachstum, geistige Entwicklung

Frauen im gebärfähigen Alter

Eisenverlust durch Menstruation

Schwangere und stillende Frauen

Blutverlust bei der Geburt / Steigerung des Eisenbedarfs um 100 %

Sportler/ Leistungssportler

Erhöhter Bedarf und Verlust (Urin / Schweiß)

Ältere Menschen

Geringere Nahrungsaufnahme bei vermindertem Appetit, verminderte Darmdurchblutung

Vegetarier, Veganer

Geringer Eisengehalt durch die Ernährung

Blutverlust

(z.B. Operationen, häufiges Blutspenden, Dialyse, chronische Entzündungen)

Eisenverlust durch Blutverlust

Arzneimittel

(z.B. Schmerzmittel, Antibiotika)

Störung der Eisenaufnahme und Eisenverwertung, erhöhte Eisenverluste

Magen-Darm-Erkrankung oder bei Verdauungsproblemen

Störung der Eisenaufnahme und Eisenverwertung, erhöhte Eisenverluste, z.B. zu wenig Magensäure

 

Eisenmangel

Da sich nicht nur unser Körper mit zunehmendem Alter verändert, sondern auch unser Eisenbedarf in den unterschiedlichen Lebensphasen ändert, gibt Ihnen unser Denk-Eisen Ratgeber zahlreiche Informationen und Tipps, um einen Eisenmangel vorzubeugen und alles Wissenswerte für eine Eisentherapie.

Finden Sie selbst heraus, ob Sie ein erhöhtes Risiko für Eisenmangel haben: Beantworten Sie einfach unserem Fragebogen!



Blutuntersuchung

Bei Verdacht auf Eisenmangel ist der Gang zum Arzt unerlässlich. Das Blut ist ein sehr wichtiger Anzeiger von Krankheiten, Gesundheitsstörungen und Risikofaktoren. Die Diagnose eines Eisenmangels wird vor allem durch eine Blutuntersuchung festgestellt.

Der Eisenspeicher kann durch den Serum-Ferritin-Wert bestimmt werden.

Der Normalwert bei Frauen liegt bei 25-120 µg/l und bei Männern 35-300 µg/l.[4]

Dieser Wert gibt an, ob die Eisenspeicher sich langsam leeren oder bereits ganz aufgebraucht sind. Sofern eine Entzündung im Körper vorliegt, kann das Eisen die Speicher nicht mehr verlassen und wird „eingesperrt“. Wird eine Eisenmangelanämie festgestellt, kann schnell und einfach eine Therapie mit entsprechenden Eisenpräparaten gestartet werden.

Eine Eisenüberdosierung kann ebenfalls anhand einer Blutuntersuchung festgestellt werden. Eine Überversorgung an Eisen kommt nahezu nur durch die Einnahme von größeren Mengen an Eisenpräparate zustande.

Folgen an Eisenmangel

Das lebensnotwendige und essentielle Mineral Eisen hat unzählige Funktionen im menschlichen Körper, so dass bei einem langwierigen Mangel an Eisen folgenschwere Schäden auftreten können.

  • Durch einen Eisenmangel entsteht Blutarmut, die bei einer Nichtbehandlung zu einem Kreislaufzusammenbruch führen kann.
  • Gerade bei Kindern und Jugendlichen kann ein Eisenmangel die Entwicklung behindern.
  • Infektionen können sich schneller ausbreiten, da durch einen Eisenmangel das Immunsystem geschwächt wird.
  • Der Sauerstofftransport und einhergehend die Sauerstoffversorgung werden gestört. Mit zunehmender Unterversorgung sterben nach und nach Zellen ab und Gewebe und Organe können Ihre Funktionen nicht mehr vollständig erfüllen.

Behandlung Eisenmangel

Je früher Eisenmangel erkannt wird, desto besser kann dieser behandelt werden. Eine Besserung von Eisenmangelsymptomen durch Eisenpräparate tritt gewöhnlich nach drei bis sechs Wochen ein. Um die Eisenspeicher wieder vollständig aufzufüllen sowie Symptome zu lindern, ist es ratsam Präparate nach Rücksprache mit dem Arzt über weitere Monate einzunehmen.

Eisenpräparate

Betroffenen mit einem Eisenmangel, kann durch Eisenpräparaten sehr gut geholfen werden.

Um die passende Dosierung festzustellen, ist es ratsam nach Rücksprache mit dem Arzt Eisentabletten einzunehmen. Alternative Eisenpräparate sind bspw. Eisensäfte oder –tropfen. Säfte sind oft nicht hoch dosiert, können allerdings zu Zahnverfärbungen führen. Oft ist auch der Geschmack nicht sonderlich angenehm, so dass viele Betroffene magenfreundliche Tabletten/ Dragees bevorzugen. 




[1] Deutsche Gesellschaft für Ernährung e.V., http://www.dge.de/wissenschaft/referenzwerte/eisen/.

[2] Deutsche Gesellschaft für Ernährung e.V., http://www.dge.de/wissenschaft/referenzwerte/eisen/.

[3] Vgl. Strunz U., Jopp A., Mineralien das Erfolgsprogramm, Heyne, S. 182.

[4] Vgl. Strunz U., Jopp A., Mineralien das Erfolgsprogramm, Heyne, S. 181.