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Schwangerschaftsratgeber: Schwangerschaftsverlauf

Heute ist es relativ einfach, eine Schwangerschaft zu planen. Ist bei einem Paar der Kindewunsch da, können die Vorbereitungen für eine Schwangerschaft beginnen. Die zukünftige Mutter kann bereits im Vorfeld die Rahmenbedingungen für einen gesunden Schwangerschaftsverlauf optimal gestalten. So sollte ab dem Zeitpunkt der Familienplanung beispielsweise auf die richtige Ernährung geachtet und die eigene Lebensweise der Verantwortung für ein neues Leben angepasst werden. Das heißt, der Verzicht auf Alkohol, Zigaretten sowie andere Drogen sollte selbstverständlich sein, die Ernährung ausgewogen und vitaminreich.

Tatsächlich schwanger! Und nun?

Häufig spüren zukünftige Mütter bereits vor dem offiziellen Beweis, schwanger zu sein, dass das so ist. Zum einen bleibt die Monatsblutung aus. Parallel stellen sich sehr oft weitere Symptome ein, die auf eine Schwangerschaft hinweisen könnten:

szenenaufnahme Schwangerschaftstest

Natürlich sagen diese Symptome allein noch nicht viel aus, da sie auch andere Ursachen haben können. Gewissheit bringt deshalb nur ein Schwangerschaftstest, den man in der Apotheke ohne Rezept oder in einem Drogeriemarkt kaufen kann. Bei richtiger Anwendung kann zu Hause mit 99 prozentiger Sicherheit über den Urin festgestellt werden, ob eine Schwangerschaft vorliegt. Geprüft wird, ob das „Schwangerschaftshormon“ HCG (Humanes Chorion-Gonadotropin) vorhanden ist. Im Blut kann der Frauenarzt es bereits sechs bis neun Tagen im Anschluss an eine Befruchtung feststellen, im Urin ist es bereits kurz nach Ausbleiben der Regel nachweisbar. Allerdings lässt sich durch den Nachweis des HCG kein Hinweis auf den möglichen Geburtstermin ableiten. Die Konzentration von HCG nimmt zwar mit fortschreitender Schwangerschaft zu, allerdings sind gerade zu Beginn die Schwankungen sehr hoch. Gewissheit kann erst eine Ultraschalluntersuchung bringen, die ab der sechsten SSW aussagekräftig ist. [1].

http://www.schwangerundkind.de/schwangerschaftstest.html

"Mit dem positiven Schwangerschaftstest fängt alles an. Viele Paare haben schon lange auf den blauen Streifen gewartet, für andere ist es eine unerwartete Überraschung. In jedem Fall ist es aber ein einschneidendes Ereignis, wenn ein neues Leben im eigenen Körper entsteht."

Eine Schwangerschaft dauert 40 Wochen und wird ab dem ersten Tag der letzten Periode berechnet. Gynäkologen haben sich auf diese Rechenweise geeinigt, da fast alle Frauen den ersten Tag ihrer Menstruation benennen können – im Gegensatz zum Zeitpunkt des Eisprungs. Das heißt, dass für den Frauenarzt die ersten beiden Wochen des Zyklus vor der Befruchtung bereits zur Schwangerschaft dazu gehören. Der Eisprung findet demnach am Ende der zweiten Schwangerschaftswoche statt. Ist die Eizelle befruchtet worden, nistet sich der Embryozwei weitere Wochen später ein oder wird mit der nächsten Regelblutung ausgeschieden. Hat eine Einnistung stattgefunden, können die hormonellen Veränderungen ganz schön zu schaffen machen. Das Gelbkörperhormon Progesteron, das Schwangerschaftshormon HCG und einige andere Hormone bereiten den Körper auf die Schwangerschaft vor und verändern ihn in vielfältiger Weise. Besonders in den ersten drei Monaten, dem 1. Trimester, ist der Organismus besonders aktiv, worauf der Körper mit kleinen oder größeren Veränderungen reagiert. Bei ungewöhnlichen oder lang anhaltenden Beschwerden oder Unsicherheiten sollte immer der Arzt um Rat gefragt werden.

Heißhunger

Viele Frauen leiden unter Heißhungerattacken und essen dann mehr als sie eigentlich möchten. Die Ursache für den Heißhunger liegt im veränderten Stoffwechsel während der Schwangerschaft. Der Körper produziert mehr Insulin als sonst, da auch der Organismus des Kindes mit Glukose versorgt werden muss. Dadurch sind die Blutzuckerreserven der Mutter schneller erschöpft und der Blutzuckerspiegel fällt schneller ab, was zu Heißhunger führt.

Tipp: Wenn plötzlich Heißhunger auftritt, sollten Sie einen Apfel oder einen ballaststoffreichen Snack wie z.B. Vollkornmüsli oder Gemüsesticks. Auch die regelmäßige Zufuhr von kleinen ballaststoffreichen Mahlzeiten, verteilt über den Tag, können Heißhungerattacken vorbeugen.

Übelkeit und Erbrechen

Einige Schwangere leiden unter der Morgenübelkeit. Auslöser für dafür ist das Hormon HCG, das nach der Befruchtung gebildet wird. Am Anfang der Schwangerschaft wird davon sehr viel produziert was die Verdauungsfunktion durcheinander bringt. Meistens werden die Beschwerden nach dem dritten Monat weniger.

Tipp: Nehmen Sie vor dem Aufstehen ein kleines Stück Zwieback oder trockenes Brot zu sich. Auch Ingwertee, kleine Schlückchen Wasser oder homöopathische Arzneimittel können helfen.

Schwindel und Kreislaufprobleme

Aufgrund der hormonellen Umstellung leiden viele in den ersten drei Monaten an einem niedrigen Blutzuckerspiegel und an niedrigem Blutdruck, was zu Schwindel und Kreislaufproblemen führen kann.

Tipp: Bringen Sie ihren Kreislauf durch Bewegung an der frischen Luft und Wechselduschen wieder in Schwung. Eine gesunde Lebensweise mit ausreichend Schlaf, viel Bewegung und ausgewogen

Müdigkeit

Müdigkeit ist ein weiteres Thema für in den ersten drei Monaten. Dies kann durch die Hormonumstellung, den veränderten Stoffwechsel und niedrigen Blutdruck hervorgerufen werden. Auch ein Eisenmangel kann zu Müdigkeit führen.

Tipp: Achten Sie auf genügend Schlaf und Entspannung. Auch ein kurzer Mittagsschlaf kann nicht schaden. Häufig ist auch ein Eisenmangel Grund für die andauernde Müdigkeit. In unserem Denk Eisenratgeber können Sie alles über Eisenmangel nachlesen. Ab dem 2. Trimester nehmen Erschöpfung und Übelkeit langsam ab und bis zum Ende des dritten Monats hat sich der Körper in der Regel an die Schwangerschaft gewöhnt und die meisten Beschwerden gehen zurück.

Gewichtszunahme in der Schwangerschaft

Die Gewichtszunahme ist während der Schwangerschaft bei jeder Frau unterschiedlich ausgeprägt. Grundsätzlich nehmen Schwangere im zweiten Drittel der Schwangerschaft etwa 300 g pro Woche zu und im letzten Drittel ca. 400-500 g pro Woche. Das zusätzliche Gewicht setzt sich zusammen aus Plazenta, Fruchtwasser, zunehmendem Blutvolumen, Wasser- und Fetteinlagerungen, Zunahme des Gewebes wie Brust und Uterus und dem Ungeborenen. Bei Normalgewichtigen mit einem body mass index (BMI) von 18,5-25 liegt das durchschnittliche Mehr während der gesamten Schwangerschaft bei 11-16 Kilo. Übergewichtige oder Untergewichtige sollten daher entsprechend weniger oder mehr zulegen. [1] Der BMI berechnet sich aus dem Körpergewicht (in kg) dividiert durch das Quadrat der Körpergröße (m2). Die Formel zur Berechnung lautet wie folgt: Frauen, die schon vor der Schwangerschaft übergewichtig sind, haben ein höheres Risiko für Schwangerschaftsdiabetes und Fehlbildungen beim Kind. Um diese Risiken zu verhindern, sollte schon vor der Schwangerschaft ein Normalgewicht angestrebt werden. [1]  

Schwangerschaftsdiabetes

Schwangerschaftsdiabetes (Gestationsdiabetes) gehört zu den häufigsten Begleiterkrankungen in der Schwangerschaft. Schätzungsweise 3,7% der Schwangeren leidet darunter. Die gute Nachricht: Die Diagnose erfolgt erstmals während der Schwangerschaft und verschwindet meist nach deren Beendigung. Ein erhöhtes Risiko an Schwangerschaftsdiabetes zu erkranken besteht in folgenden Fällen:

  • Bei Übergewicht
  • Wenn bereits Diabetes im engsten Familienkreis besteht
  • Wenn das eigene Geburtsgewicht höher als 4000 Gramm war
  • Bei mehreren Fehlgeburten
  • Wenn bei einer vorausgegangenen Geburt ein Kind mit mehr als 4000 Gramm zur Welt kam
  • Bei älteren Frauen

Ursachen

Die Ursachen für den Schwangerschaftsdiabetes sind noch nicht endgültig erforscht. Man vermutet aber, dass das Zusammenspiel bestimmter Hormone, die der Körper vor allem in der zweiten Schwangerschaftshälfte produziert, dafür verantwortlich sind. Diese Hormone bewirken eine erhöhte Glucoseproduktion, um sowohl die werdende Mutter, als auch das ungeborene Kind mit ausreichend Energie zu versorgen. Um die erhöhte Konzentration an Glucose zu verarbeiten, muss die Bauchspeicheldrüse mehr Insulin produzieren. Bei Gesunden funktioniert das. Bei Frauen mit Schwangerschaftsdiabetes entsteht auf Dauer allerdings entweder ein Insulinmangel oder der Körper ist nicht mehr ausreichend in der Lage, das Insulin zu verarbeiten (Insulinresistenz). Die Folge ist eine Erhöhung des Blutzuckers.

Symptome

Ganz im Gegenteil zu den typischen Symptomen bei Diabetes mellitus haben Frauen mit Schwangerschaftsdiabetes meist keine oder nur leichte Symptome. Wenn sie nicht behandelt wird, können folgende Komplikationen eintreten:

  • Zunahme der Fruchtwassermenge
  • Stärkeres Größenwachstum des Babys (häufig > 4.500 g)
  • Größere Wahrscheinlichkeit für Harnwegsinfekte (die Glucose im Blut ist guter Nährboden für Bakterien und Keime)
  • Bluthochdruck

Folgende Anzeichen sollte zudem Ernst genommen werden:

  • Verstärkter Durst
  • Häufiger Schwindel
  • Auffallende Müdigkeit und Konzentrationsschwäche
  • Sehstörungen, die vorher nicht auftraten

Untersuchung und Behandlung

szenenaufnahme stethoskop

Zwischen der 24. und 28. Schwangerschaftswoche sollte zur Sicherheit ein Suchtest durchführt werden. Liegt ein erhöhtes Risiko vor, kann dieser bereits im ersten Schwangerschaftsdrittel erfolgen. Hierbei wird ein Glukosetrunk mit 50 g Glukose verabreicht und eine Stunde später der Blutzucker gemessen. Wenn der Blutzuckergehalt über 140 mg/ liegt, besteht der Verdacht auf einen Schwangerschaftsdiabetes. Auch wenn der Suchtest zu einem negativen Ergebnis führt, sollte er bei Risikopersonen in der 32. bis 34. Schwangerschaftswoche wiederholt werden. Für die Behandlung des Schwangerschaftsdiabetes ist es notwendig, eine fettarme und ballaststoffreiche Diät einzuhalten. Hierbei sind Lebensmittel aus komplexen Kohlenhydraten z.B. Reis und Nudeln aus Vollkorn besonders gut geeignet. Außerdem sollten mehrere kleine Mahlzeiten über den Tag verteilt eingenommen werden. Ein Ernährungsberater oder Diabetologe kann Tipps zur richtigen Ernährung geben. Sehr wichtig ist es, eine konstante Selbstkontrolle der Blutzuckerwerte um die Stoffwechseleinstellung stets zu überprüfen. Wenn eine alleinige Ernährungsumstellung nicht zum Erfolg führt, muss mit einer Insulintherapie begonnen werden.[2]

Gestose

Eine weitere Komplikation, die während der Schwangerschaft auftreten kann, ist die Gestose [3]. Es gibt unterschiedliche Ausprägungen, so dass – je nach Schweregrad – verschiedene Varianten definiert werden. Eine Gestose kann nur Schwangere betreffen. Früher wurde sie als „Schwangerschaftsvergiftung“ bezeichnet, da man davon ausging, dass der Körper Gifte produziert, die eine Gestose auslöst, was sich aber nicht bestätigen ließ. Die Auslöser für eine Gestose sind nach wie vor nicht bekannt, obwohl sie zu den häufigsten Schwangerschaftserkrankungen zählt. Etwa fünf bis acht Prozent leiden daran. Heute vermutet man, dass ein Nährstoffmangel, bedingt durch schlechte Ernährung, ursächlich ist. Des Weiteren gibt es Hinweise, dass die Planzenta selber am Entstehen einer Gestose beteiligt ist.

Symptome

Je später eine Gestose einsetzt, umso schwerwiegender ist häufig ihr Verlauf. Zu den Spätgestosen, die auch nach ihren Hauptsymtomen EPH-Gestosen (E – Ödem, P – Proteinurie, H – Hypertonie) bezeichnet werden, gehören die Präeklampsie sowie die schwerer verlaufenden Formen Eklampsie und HELLP-Syndrom sowie die so genannte Pfropfgestose. Folgende Anzeichen weisen auf das Entstehen einer Gestose hin:

  • Ödeme (die aber auch generell auftreten können)
  • Erhöhter Blutdruck
  • Plötzliche Gewichtszunahme von mehr als 1 kg pro Woche
  • Verstärkte Eiweißausscheidungen im Urin
  • Übelkeit, Erbrechen oder Schwindel

Eine für Kind und Mutter lebensbedrohliche Form der Präeklampsie ist die Eklampsie. Die neurologischen Symptome werden so stark, dass Krampfanfälle, Nierenversagen, Hirnödem, Netzhautablösungen, Thrombosen und eine Plazentainsuffizienz drohen. Meisten kann nur ein sofortiger Kaiserschnitt beider Leben retten. Eine weitere lebensbedrohliche, schwere Form der Präeklampsie ist das HELLP-Syndrom. Es leitet sich ab von H - für Hämolyse (Blutzerfall), EL für erhöhte Leberwerte und LP für niedrige Thrombozytenzahl ab. Die Hauptsymptome sind:

  • heftiger Schmerz im Oberbauch
  • Übelkeit/Erbrechen
  • evtl. Durchfall

Ein HELLP-Syndrom kann sich innerhalb einer Stunde komplett entwickeln, die Schwangere muss auch hier sofort ins Krankenhaus. Mit großer Wahrscheinlichkeit spielen hier genetische Vorerkrankungen eine Rolle.

Untersuchung und Behandlung

Im Rahmen der Vorsorgeuntersuchungen wird nicht nur der Embryo untersucht, sondern auch das Gewicht und der Blutdruck der Mutter sowie deren Urin. Eine ausgewogene, eiweißreiche Kost kann bereits zu einer Abschwächung der Symptome führen. Einige Gynäkologen raten zu einer erhöhten Magnesiumgabe während der gesamten Schwangerschaft. Magnesiumpräparat unter ärztlicher Aufsicht kann niedrig konzentrierte Acetylsalicylsäure verabreicht werden. Ansonsten sollte Stress vermieden und die relevanten Werte der Mutter engmaschig kontrolliert werden.


[1] http://www.familienplanung.de/schwangerschaft/gesundheit-und-ernaehrung/gewichtszunahme/#c3588 (Stand: 01.06.2015)

[2] http://www.diabetes-heute.uni-duesseldorf.de/wasistdiabetes/?TextID=1808 (Stand: 02.06.2015)

[3] http://www.frauenaerzte-im-netz.de/de_gestose-was-ist-eine-gestose-_894.html

http://www.onmeda.de/selbsttests/schwangerschaftskalender.html

https://www.elevit.de/tools/schwangerschaftsverlauf-woche-fuer-woche/

Bilder fötus:https://de.fotolia.com/search?serie=62702042#

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Wie entwickelt sich mein Baby? Was passiert bei mir?

In nur 40 Wochen entwickelt sich der Embryo zu einem Baby, wobei jeder neue Monat einen wichtigen Meilenstein in der Entwicklung darstellt. Für die Mütter ist es natürlich besonders interessant, was mit ihrem Körper und dem Baby geschieht. Oft wird die gesamte Schwangerschaft in drei Trimester eingeteilt. Ein Trimester umfasst etwa ein Drittel der Schwangerschaft:

Ein neues Leben wächst heran - das erste Trimester (1. – 12. Schwangerschaftswoche)

Wie entwickelt sich das Baby? In der 3. SSW wird die Eizelle befruchtet und nistet sich in der Gebärmutter ein, in der sie sich zu teilen beginnt und zum Embryo entwickelt. Die Versorgung des Ungeborenen mit Nährstoffen und Sauerstoff findet direkt über die Nabelschnur durch die Plazenta, dem sogenannten Mutterkuchen, statt. Schon ab dem 11. Schwangerschaftstag übernehmen die Zellen der Plazenta die Versorgung des Embryos. [1] Eine ausreichende Nährstoffaufnahme der Schwangeren ist daher unabdingbar für dessen gesunde Entwicklung. Ab dem zweiten Monat spezialisieren sich die Zellen auf das Wachstum bestimmter Organe. „Das Herz fängt an zu schlagen! Mit 120 bis 160 Herzschlägen pro Minute schlägt es etwa doppelt so schnell wie das Herz der Mutter.“ Nach und nach zeichnen sich Hals, Kopf und Rückenstrang immer deutlicher ab. Das Neuralrohr, die Vorläuferstruktur des Nervensystems, entwickelt sich und schließt sich zwischen dem 22. und 25. Tag. Eine ausreichende Versorgung mit Folsäure ist vor und während der Schwangerschaft besonders wertvoll, um einem Neuralrohrdefekt vorzubeugen. Der Kopf des Babys wirkt zunächst noch überdimensional groß, da sich die Entwicklung von „oben nach unten“ vollzieht. Bis zur 8. Woche zeichnen sich Augen, Nasenlöcher und erste Finger und Zehen ab. Erste Muskeln werden gebildet und der Embryo zeigt unkontrollierte Bewegungen. Die Größe des Embryos wird in den ersten Monaten als Scheitel-Steiß-Länge (SSL) angegeben, das ist die Länge vom Kopf bis zum Po. Nach den ersten drei Monaten ist das Baby etwa 5 cm groß und wiegt ca. 12 g. Was passiert bei mir? Ganz zu Anfang bemerken Sie vielleicht noch nicht, dass Sie schwanger sind, aber in den ersten Wochen machen sich erste Anzeichen und Veränderungen (LINK) an Ihrem Körper bemerkbar. Wurde eine Schwangerschaft festgestellt, findet etwa 2 Wochen später eine erste Vorsorgeuntersuchung statt. Diese kann sowohl vom Arzt als auch von einer Hebamme durchgeführt werden. Hierbei bekommt die werdende Mutter einen Mutterpass, in den alle wichtigen Informationen zum Verlauf der Schwangerschaft, des Babys (Länge, Lage) und Untersuchungsergebnisse (Ultraschall, Zustand der Plazenta, Gewicht, , Blutdruck, HB-Wert, Auffälligkeiten) eingetragen werden. Dieses Dokument sollte immer präsent sein, da in einem Notfall schnell alle Informationen ersichtlich sind. „So sieht der Mutterpass aus, den Sie bei Ihrer ersten Untersuchung erhalten.“ Beim ersten Untersuchungstermin wird auch der voraussichtliche Geburtstermin errechnet. Hierbei wird der Termin bereits ausgehend von dem ersten Tag der letzten Monatsblutung berechnet. Das hat zur Folge, dass von 10 Monaten bzw. 40 Schwangerschaftswochen gesprochen wird.[1] Die erste große Vorsorgeuntersuchung inklusive Ultraschall findet zwischen der 9. und 12. Schwangerschaftswoche statt. Dabei werden Gewicht und Blutdruck bestimmt und der Urin auf Eiweiß, Zucker und Keime untersucht. Der Arzt stellt Größe, Lage und Herzaktivität des Babys fest und kann schon sehen, ob es sich eventuell um eine Mehrlingsgeburt handelt. Die ersten Wochen gelten generell als die kritischsten Wochen, da während dieser Zeit lebenswichtige Organe angelegt werden. In dieser Phase können Rauchen oder Alkohol den meisten Schaden anrichten. .

Der Anfang ist geschafft - das zweite Trimester (13. bis 28. Schwangerschaftswoche)

Das zweite Schwangerschaftsdrittel beginnt. In dieser Zeit wächst der Fötus und nimmt zu, seine Organe sind schon ausgebildet und reifen nun noch. Erste Töne und Geräusche kann das Baby ab Beginn des vierten Monats wahrnehmen und nun auch sehr helles Licht von Dunkelheit unterscheiden. Der Saugreflex entwickelt sich und vielleicht kann man auf dem nächsten Ultraschallbild sehen, wie das Baby am Daumen nuckelt. „Wird es ein Junge oder ein Mädchen? Ab der 14. Woche kann das Geschlecht mittels Ultraschall festgestellt werden.“ Am Ende des vierten Monats zeichnen sich an den Zehen und Fingern Rillen ab, die den individuellen Fingerabdruck bilden. In den kommenden Wochen folgen erste „Atemübungen“: das Baby atmet Fruchtwasser ein und aus, was oft zu Schluckauf führt. Das Baby spürt die Bewegungen seiner Mama, und das Schaukeln kann es beruhigen oder sogar einschlafen lassen. Insgesamt schläft es etwa 20 Stunden auf den Tag verteilt und ist meist abends aktiv und macht sich durch Tritte und „Turnen“ bemerkbar. Auch andere Personen können das mittlerweile spüren. Erst ab der 24. SSW kann beim Baby langsam ein Schlaf-Wach-Rhythmus festgestellt werden. Das Gehör ist nun vollständig ausgebildet und es kann sich Ihre Stimme einprägen. Bereits zwei Wochen später öffnet das Baby seine Augen und es kann richtig sehen und Formen und Farben unterscheiden. Fast alle Organe sind nun schon weit entwickelt. Lediglich die Lungen benötigen noch etwas Zeit, um sich vollständig zu entwickeln. Frühchen haben daher oft Probleme mit der Atmung. Nun können auch Familie und Freunde dabei zusehen, wie der Bauch zunehmend wächst. Die zukünftige Mutter hat sich nun an die neue Situation gewöhnt, und der Babybauch hat eine noch überschaubare Größe. Die Tritte des Babys werden fester und von außen fühlbar. Viele sehen diese Zeit als guten Zeitpunkt noch einmal einen Urlaub zu zweit zu genießen. Der tägliche Kalorienbedarf der Mutter ist nun um 250 kcal angestiegen. Auch im zweiten Trimester sollten Sie auf eine ausgewogene Ernährung und Nährstoffaufnahme (Link) achten. Besonders Calcium und Magnesium beugen Krämpfen vor. „Das mittlere Schwangerschaftsdrittel wird oftmals als das angenehmste empfunden. Der Hormonhaushalt hat sich nun wieder etwas beruhigt“ Ist das erste Trimester erstmal geschafft, lassen in der Regel auch die anfänglichen Schwangerschaftsbeschwerden nach. Wenn Sie sich wieder besser fühlen, können Sie auch wieder Sport (Link) treiben, was sich positiv auf den Schwangerschaftsverlauf und die Geburt auswirken kann. Um die 16. Woche herum kann es bereits passieren, dass eine gelbliche Flüssigkeit aus Ihren Brüsten austritt. Das ist die Vormilch, die in den ersten Tagen nach der Geburt alle relevanten Nährstoffe für das Baby enthält. Außerdem können bereits sogenannte Übungswehen auftreten. Die Gebärmutter zieht sich dabei zusammen und sorgt für Unwohlsein. Übungswehen sind nicht mit Geburtswehen zu vergleichen und sind normalerweise harmlos: der Körper übt nur für die Geburt.

Die letzten Schwangerschaftswochen – das 3. Trimester (3. Trimester, SSW 29-40)

Die letzten 12 Wochen der Schwangerschaft, bilden das 3. Trimenon. In diesem Zeitraum ist das Baby schon weit entwickelt. Bis zur Geburt bildet es noch Fettgewebe, das als Wärmespeicher und Energielieferant nach der Geburt dient. Der Platz im Bauch wird immer enger und ca. zwei Monate vor der Geburt dreht sich das Baby langsam mit dem Kopf nach unten. Bis zum Ende des achten Monats liegen die meisten Babys bereits richtig und senken sich langsam ins Becken ab. In der 29. SSW werden die Grundsteine für das Abwehrsystem gelegt. Das Baby wird mit Abwehrstoffen versorgt, die das Immunsystem stärken. Später erhält das Baby Antikörper über die Muttermilch und ab dem 3. Lebensmonat produziert es eigene Abwehrstoffe. Ungefähr zehn Wochen vor Geburtstermin kann Ihr Baby seine Körpertemperatur unabhängig von Ihrer selbst regulieren. Außerdem reagiert es sensibler auf Reize und kann jetzt auch Schmerzen empfinden. Kommt das Baby ab der 35. SSW zur Welt, wird es als spätes Frühchen bezeichnet und hat schon sehr gute Überlebenschancen. „Ab der 37. SSW wird das Baby nicht mehr als Frühchen bezeichnet. Die Lunge ist ausreichend entwickelt und es braucht keine Atemunterstützung mehr.“ Zum Ende des 3. Trimesters hat das Baby im besten Fall seine optimale Position für die Geburt eingenommen: die vordere Hinterhauptslage. Dabei schaut das Baby nach hinten zum Rücken, den Kopf zur Brust geneigt und Rücken und Hinterkopf zeigen nach vorne. So kann eine einfache und unkomplizierte Geburt erfolgen. In der 39. Woche ist das Baby bereit für die Geburt. Der Kopfumfang beträgt nun ungefähr 35 cm. Dieser kann sich aber während der Geburt dank der noch weichen und noch nicht zusammengewachsenen Schädelplatten verringern, so dass das Baby den Geburtskanal einfacher passieren kann. Ein etwas schiefer oder verformter Kopf ist daher bei Neugeborenen ganz normal und verwächst sich in der Regel innerhalb der ersten Monate. Natürlich ist der Babybauch mittlerweile ziemlich groß geworden, so dass es im Alltag für die werdende Mutter immer beschwerlicher wird. Einfache Tätigkeiten wie z.B. die Schuhe zu binden werden mittlerweile schon als anstrengend empfunden. Auch Rückenschmerzen, aber auch Sodbrennen und Wassereinlagerungen treten in diesen letzten Wochen vermehrt auf. Der Mutterschutz beginnt ab der 35. SSW. Diese Zeit sollte genutzt werden, um sich auf die eigenen und die Bedürfnisse des Babys zu konzentrieren. „Legen Sie die Beine hoch, gönnen Sie sich Ruhe und tanken Sie Energie für die Geburt des Babys!“ Noch ist Zeit, sich Gedanken darüber zu machen, was bis zur Geburt noch erledigt werden sollte. Eine To-Do-Liste ist dabei hilfreich. In einem Geburtsplan (Link PDF) können Sie alle wesentlichen Punkte festhalten, die Sie sich für den Ablauf der Geburt wünschen, wie z.B. der Geburtsstellung oder der Medikamentengabe. Dieser kann am besten einige Zeit vor der Geburt mit dem Klinikpersonal besprochen werden. Allerdings sollte sich jeder bewusst sein und auch zulassen, dass Wünsche unter der Geburt geändert werden können. Nun dauert es nicht mehr lange, denn der Geburtstermin rückt schon ganz nahe. Wann und wie geht die Geburt los? Wie merke ich, dass es losgeht? Meist ereignen sich die Senkwehen bereits einige Wochen vor der Geburt, wobei das Kind deutlich tiefer rutscht. Die tatsächlichen Geburtswehen unterscheiden sich von den Vor- und Senkwehen: sie sind sehr viel stärker und treten in kurzen Abständen auf. Durch Aktivität, wie Spazierengehen verstärken sie sich. Spätestens wenn die Fruchtblase platzt, sollte man ins Krankenhaus fahren. Wenn alles nach Plan läuft kommt ihr Baby in der 40. Woche zur Welt. Aber keine Sorge, der berechnete Geburtstermin stimmt nur in 9 % der Fälle mit dem tatsächlichen Geburtstermin überein. Meist erblickt das Baby etwas früher oder später das Licht der Welt. [1]

Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA),“Rundum: Schwangerschaft und Geburt“, 2014, S. 69

[2] Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA),“Rundum: Schwangerschaft und Geburt“ 2014 S. 8-46

ENTWICKLUNG DES KINDES

Kindliche Entwicklung bis zum 10. Schwangerschaftsmonat [1] Schwangerschaftsverlauf

Vorsorgeuntersuchungen und Pränataldiagnostik

ultrasound schwangere Frau

"Durch regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen werden die Entwicklung des Kindes und die Gesundheit der Mutter überprüft, um Risiken oder Probleme frühzeitig zu erkennen. Auch der Partner kann auf Wunsch bei der ärztlichen Untersuchung teilnehmen. Fast alle Untersuchungen können sowohl von Ärzten als auch von Hebammen durchgeführt werden. Ausnahme ist der Ultraschall, dieser darf nur von einem Arzt durchgeführt werden." Bis zur 32. Schwangerschaftswoche finden die medizinischen Check-ups einmal monatlich und danach alle 14 Tage statt. Dabei werden jedes Mal Blutdruck und Gewicht erfasst sowie eine Analyse des Urins vorgenommen und die Gebärmutter ertastet. Außerdem werden die Lage des Babys untersucht und seine Herztöne bestimmt. Die Pränataldiagnostik gehört nicht zu den normalen Vorsorgeuntersuchungen, wird aber empfohlen, wenn gesundheitliche oder familiäre Vorbelastungen vorliegen. Eine Methode der nicht invasiven Pränataldiagnostik ist der Ersttrimester-Test. Hierbei wird anhand von Blut- und Ultraschalluntersuchungen errechnet, ob ein statistisch erhöhtes Risiko für eine Abweichung der Chromosomen besteht. Ärzte, die eine genetische Untersuchung und invasive Untersuchungsmethoden empfehlen, müssen die Schwangere über Risiken, Art und Umfang der Untersuchung sowie das mögliche Auftreten von psychischen Belastungen aufklären.[2]

Tipp: Informieren Sie sich im Vorfeld bei ihrer Krankenkasse welche Leistungen übernommen werden.[1]


Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA),“Rundum: Schwangerschaft und Geburt“ 2014 S. 8-46 [2] www.familienplanung.de/schwangerschaft/schwangerschaftsvorsorge-und-begleitung/vorsorge-zur-sicherheit/ (Stand: 01.06.2015) <hr>


[1] Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA), „1. Bis 8. Woche: Das Kind kündigt sich an“

[2]Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA),“Rundum: Schwangerschaft und Geburt“, 2014, S. 10

[3]Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA),“Rundum: Schwangerschaft und Geburt“, 2014 S. 8-46

http://www.onmeda.de/selbsttests/schwangerschaftskalender.html

https://www.elevit.de/tools/schwangerschaftsverlauf-woche-fuer-woche/

Bilder fötus: https://de.fotolia.com/search?serie=62702042#

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ERNÄHRUNG IN DER SCHWANGERSCHAFT

Für zwei denken aber nicht für zwei essen

Eine Schwangerschaft ist stets etwas Neues und Spannendes, auch für Frauen, die bereits eigene Kinder haben. Mindestens eines haben sie jedoch gemeinsam: die Schwangerschaft ist dazu da, das ungeborene Kind von Anfang an mit allen notwendigen Nährstoffen und Vitaminen für eine gesunde Entwicklung zu versorgen. Der zusätzliche Energiebedarf, der sich in der Schwangerschaft ergibt, ist dabei allerdings nicht so groß, wie häufig angenommen. In den letzten Trimester der Schwangerschaft steigt er um etwa 10 % an, was circa 250 kcal pro Tag entspricht. Deshalb gilt der Grundsatz „Für zwei denken, aber nicht für zwei essen“. Im Gegensatz dazu steigt aber der Mehrbedarf an bestimmten Vitaminen, Mineralstoffen und Spurenelementen deutlich an.[1] Um den Mehrbedarf an Vitaminen und Mineralstoffen auszugleichen, sollten nährstoffdichte Lebensmittel, wie Obst, Gemüse und Vollkornprodukte bevorzugt werden. Ideal ist der Verzehr von fünf Portionen Obst und Gemüse am Tag.

Diese Nährstoffe sind während der Schwangerschaft besonders wichtig:

Folsäure

Folsäure gehört zu den Vitaminen, die der Körper selber nicht herstellen kann und daher über die Nahrung aufgenommen werden muss. Hierbei handelt es sich allerdings nicht um reine Folsäure, sondern um Folat. Das Problem: Nur ungefähr 50% dieser Folate können vom Körper ausgenommen werden. Reine Folsäure kann hingegen doppelt so gut verarbeitet werden. Gute Folatlieferanten sind pflanzliche Lebensmittel wie Blattgemüse, Kohl, Hülsenfrüchte, Tomaten und Orangen, aber auch Innereien und Vollkornprodukte. Normalerweise empfiehlt die DGE 300 µg pro Tag. Schwangere müssen ihr Baby mit versorgen und haben daher einen erhöhten Bedarf an Folsäure. Ihnen wird 400 µg pro Tag empfohlen. Bereits ab dem Wunsch schwanger zu werden, sollte auf eine ausreichende Versorgung mit Folsäure geachtet werden, da sie wichtig für die Zellteilung, für Wachstumsprozesse und für die Risikominderung von Neuralrohrdefekten ist. Zwischen dem 22. und 28. Tag nach der Empfängnis werden Gehirn und Rückenmark gebildet und das Neuralrohr geschlossen wird. Allerdings ist der Mehrbedarf in der Schwangerschaft kaum mit natürlichen Lebensmitteln zu decken, weshalb die Einnahme von Folsäurepräparaten empfohlen wird. Am notwendigsten ist die Folsäureversorgung in der Zeit der Familienplanung und während der ersten 12 Schwangerschaftswochen. Das Supplement soll aber auch über die zwölfte Schwangerschaftswoche hinaus eingenommen werden. [2]

Omega-3-Fettsäuren

Für die optimale Versorgung mit langkettigen Omega-3-Fettsäuren sind 200 mg Decosahexaensäure (DHA) pro Tag notwendig. Dies kann durch den Verzehr von 2 Portionen fettreichem Meerfisch (Hering, Lachs, Makrele) in der Woche erreicht werden. Eine gute Alternative oder Ergänzung zum Fischverzehr sind Nahrungsergänzungsmittel mit DHA.[2]

Jod

Vor und in der Schwangerschaft sollte auf eine ausreichende Jodzufuhr geachtet werden. Zu empfehlen ist jodiertes Speisesalz. Zudem sollte wöchentlich zweimal Seefisch verzehrt werden. Milch sowie Milchprodukte sollten regelmäßig auf dem Speiseplan stehen. Schwangere mit gesunder Schilddrüse sollten täglich ein Supplement mit 100-150 µg Jod einnehmen.[2] Für eine ausgewogene Versorgung mit allen wesentlichen Nährstoffen in den unterschiedlichen Phasen der Schwangerschaft und Stillzeit:

Eisen

Auch auf eine ausreichende Zufuhr von Eisen sollte geachtet werden. Ob eine Supplementierung mit Eisen notwendig ist, sollte individuell mit dem Arzt abgeklärt werden. Der Eisenbedarf steigt in der Schwangerschaft an, da die Mutter mehr Eisen für den Fötus, die Plazenta und das vermehrte Blutvolumen benötigt. Schwangere sollten gut resorbierbares Eisen aus Fleisch und Fisch verzehren. Aber auch pflanzliche Produkte wie Vollkorn und Gemüse enthalten Eisen, das allerding nur in Kombination mit Vitamin C gut bioverfügbar ist. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung empfiehlt eine tägliche Eisenzufuhr von 30 mg, dies ist doppelt so viel Eisen wie für Nicht-Schwangere. Frauen, die vom Arzt einen niedrigen Eisenspiegel diagnostiziert bekommen haben, können diesen ab Kinderwunsch auffüllen. So wirkt sich ein Eisenmangel nicht negativ auf die kindliche Entwicklung aus.

Magnesium

Magnesium gehört zu den Spurenelementen, die wichtig für die Muskeln und das Nervensystem sind. Ungefähr 300 unterschiedliche Enzyme werden durch Magnesium aktiviert. Eine gute Magnesiumversorgung ist während der Schwangerschaft essentiell. Bei einem Mangel kann es zu Muskelkrämpfen, wie Wadenkrämpfen, Bauchkrämpfen, aber auch Herzrhythmusstörungen oder Verspannungen im Nacken kommen. Die Gebärmutter besteht ebenfalls zum größten Teil aus Muskelgewebe und kann sich durch einen Mangel unkontrolliert verkrampfen und zusammenziehen. Im ungünstigsten Fall können frühzeitige Wehen ausgelöst werden, was zu einer Früh- oder Fehlgeburt führen kann. Auch bei der Behandlung von Gestosen wird auf Magnesium zurückgegriffen. Die DGE (Deutsche Gesellschaft für Ernährung) empfiehlt, eine tägliche Dosis von 310 mg zu sich zu nehmen. Besonders magnesiumreich sind Lebensmittel wie Nüsse und Vollkorngetreideprodukte. Um eine ausreichende Magnesiumversorgung zu gewährleisten, sollten Schwangere ein Nahrungsergänzungsmittel wie magnes active Denk mit 300 mg Magnesium einnehmen.

Worauf sollte ich noch achten?

Finger weg von Alkohol

Schon geringe Mengen Alkohol können dazu führen, dass die Entwicklung des Babys beeinträchtigt wird. Der Alkohol gelangt über die Nabelschnur in den Körper des Fötus und hat somit direkten Einfluss auf ihn. Am besten sollte nicht nur komplett auf Alkohol verzichtet, sondern auch alkoholhaltige Lebensmittel gemieden werden.

Rauchen vermeiden

Nikotin schadet dem Embryo, daher sollte in der Schwangerschaft nicht geraucht werden. Auch vom Passivrauchen geht eine Gefahr für das Baby aus. Daher ist eine rauchfreie Umgebung der beste Schutz für jedes Baby.

Koffein in der Schwangerschaft

Im Gegensatz zu Alkohol muss in der Schwangerschaft nicht gänzlich auf Koffein verzichtet werden. Es ist zwar bekannt, dass Koffein die Plazenta passiert und so in den Organismus des Ungeborenen gelangt, allerdings konnte bisher keine schädigende Wirkung festgestellt werden. Auffällig ist allerdings, dass statistisch gesehen, dass Babys von Frauen, die viel Kaffee oder andere koffeinhaltige Getränke wie schwarzen oder grünen Tee, Cola, oder (echten) Kakao konsumieren, häufig ein geringeres Geburtsgewicht haben. Daher sollten während der Schwangerschaft nicht mehr als 300 mg Koffein pro Tag konsumiert werden. Das entspricht ungefähr zwei Tassen Kaffee. Vom Genuss von Energydrinks wird gänzlich abgeraten.

Welche Lebensmittel sind gut, welche tabu?

Fisch enthält viele für die Schwangerschaft relevanten Nährstoffe wie Omega-3-Fettsäuren, Jod und Vitamin D. Daher wird empfohlen, 1-2 Portionen Fisch (z.B. Forellen, Sardinen oder Rotbarsch) pro Woche zu konsumieren. Bestimmte Fischsorten sollten Schwangere meiden, da sie einen erhöhten Quecksilber- oder Dioxingehalt aufweisen können. Dazu zählen: Speerfisch, Schwertfisch, Hai und Ostseehering. Thunfisch sollte nur in geringen Mengen verzehrt werden. Zu beachten ist, dass sowohl Fisch als auch Fleisch, Eier oder Rohmilchprodukte gut durchgegart werden, da sie im rohen Zustand Listerien enthalten können. Listerien sind Bakterien, die vor allem für das Ungeborene sehr gefährlich sind. [5] Daher sollte auf Sushi, Mettwurst, Produkte aus Rohmilch, rohe Eier oder Milchprodukte, die über einen längeren Zeitraum offen gelagert werden, komplett verzichtet werden.

Infektionen vermeiden

Es existieren verschiedene Infektionen, die für Gesunde harmlos, für Schwangere und deren Baby aber gefährlich sind. Viele werden durch bestimmte Keime übertragen, die sich auf Lebensmitteln befinden. Besonders rohe Lebensmittel können Krankheitserreger enthalten, die nicht nur der Mutter sondern auch dem Baby schaden können. Eine bekannte Infektion ist die Toxoplasmose, eine normalerweise harmlose Infektionskrankheit, die in der Regel nur selten Beschwerden verursacht. Die Übertragung der Toxoplasmose erfolgt von Tieren auf den Menschen. Der Hauptwirt der Erreger sind infizierte Katzen, deshalb werden die Erreger meist über Katzenkot übertragen. Insbesondere durch Wind, Regen und Oberflächenwasser können die langlebigen Erreger auch auf Obst und Gemüse sowie ins Trinkwasser gelangen. Da der Parasit keine Hitze verträgt, lässt er sich durch Kochen, Braten oder Pasteurisieren zuverlässig abtöten. Circa 40 % der schwangeren Frauen haben sich im Verlaufe ihres Lebens infiziert und daher Antikörper gebildet. Können bei der Mutter jedoch keine Antikörper nachgewiesen werden, kann die Infektion für das Baby gefährlich werden. Eine Toxoplasmose kann eine Früh- oder Totgeburt sowie schwere Schäden am Zentralnervensystem auslösen. Eine Erstinfektion muss mit Antibiotika behandelt werden. Bei Unsicherheit kann ein einfacher Bluttest Gewissheit verschaffen, ob Antikörper gegen Toxoplasmose existieren. Wenn Antikörper im Blut nachweisbar sind, besteht kein Erkrankungsrisiko. Falls aber keine Antikörper nachweisbar sind, sollten folgende Tipps beachtet werden, um eine Infektion zu vermeiden.[2]


[1] Koletzko, B. et al. Ernährung in der Schwangerschaft: Handlungsempfehlungen des Netzwerks „ Gesund ins Leben-Netzwerk junge Familie“ Ernährung im Fokus 2012 https://www.in-form.de/nc/profiportal/in-form-presse/medien/schwangerschaft

[5] http://www.sge-ssn.ch/media/Broschure-BLV-SchwangerschaftStillzeit-2015.pdf

Bewegung - mäßig aber regelmäßig

Schwangere Frau Sport

Ausreichende Bewegung ist gerade während der Schwangerschaft besonders empfehlenswert, da so Muskeln und Ausdauer gestärkt werden, die für die Geburt und während der gesamten Schwangerschaft benötigt werden. Der Stoffwechsel, die Verdauung und der Kreislauf werden durch regelmäßiges Bewegen positiv beeinflusst. Stress, Despressionen und Müdigkeit können durch sportliche Aktivität reduziert werden und auch Begleiterscheinungen wie Rückschmerzen, Übelkeit oder Krämpfe können gelindert werden. Doch wie viel Bewegung ist richtig? Wenn sich Schwangere beim Sport unterhalten können ohne außer Atmen zu geraten, dann ist genügend Sauerstoff im Blut, um auch das Baby ausreichend zu versorgen. Der Puls sollte dabei nicht höher als auf 140 Schläge pro Minute steigen. Die Intensität des Trainings sollte individuell dem jeweiligen Fitnesszustand angepasst werden. Spazierengehen, schwimmen, Fahrrad fahren, alles ist erlaubt, was einem gut tut. Dabei sollten werdende Mütter immer auf ihren Körper hören und auf Signale achten, um sich vor Überlastung zu schützen.

Welche Sportarten sind geeignet?

Geeignete Sportarten sind Schwimmen, Aquafitness, Wandern, Nordic Walking, leichtes Radfahren, Yoga oder Fitnesstraining [1] und am besten Sportarten, die bereits vor der Schwangerschaft aktiv betrieben wurden. Streckübungen sollten vermieden werden, weil Gelenk und Bänder elastischer sind als üblich. Auch auf Sportarten mit hohem Sturz- oder Verletzungsrisiko und extremer Pulsbelastung sollte verzichtet werden, wenn man schwanger ist. Sportarten wie Fußball, Volleyball, Tennis, Skifahren, Reiten oder hartes Training sind nicht empfehlenswert. Letztlich sollten Sie darauf achten, welche Sportart Spaß machen und passen. Bei Unsicherheiten sollte immer die Ärztin/der Arzt oder die Hebamme um Rat gefragt werden.

Sex in der Schwangerschaft – erlaubt?

Vor allem zukünftige Väter fragen sich, ob Sex während der Schwangerschaft erlaubt ist. Die Antwort lautet: Ja! Solange keine gesundheitlichen Risiken (vorzeitige Wehen, geöffneter Muttermund) vorliegen, ist Sex bis zum Geburtstermin erlaubt. Viele Frauen haben aufgrund ihrer hormonellen Situation sogar mehr Lust, als sonst. Natürlich funktionieren ab einem bestimmten Bauchumfang bestimmte Stellungen nicht mehr. Letztendlich ist aber alles eine Frage der Absprachen. Was gefällt und erwünscht ist, ist auch erlaubt. Bei Unsicherheit kann natürlich der Arzt zu Rate gezogen werden.


[1] In Form: Fit durch die Schwangerschaft https://www.in-form.de/nc/buergerportal/in-form-erleben/publikationen/in-form-flyer-und-broschueren.html?tx_drblob_pi1%5BdownloadUid%5D=156 (Stand: 01.06.2015) http://www.bzga.de/botmed_13500000.html

Kindernamen

Mittels Ultraschall kann das Geschlecht des Babys nach ungefähr vier Monaten bestimmt werden. Spätestens jetzt werden sich die zukünftigen Eltern mit dem Namen ihres Nachwuchses beschäftigen. Natürlich macht das auch Sinn, wenn nicht bekannt werden soll, ob es ein Junge oder ein Mädchen wird. Jährlich werden nicht nur aktuelle Vornamen-Ranglisten veröffentlicht, in der Buchhandlung gibt es ganze Bücher mit Vornamen zu kaufen, die direkt die Bedeutung einzelner Namen mitliefern. Tipp: Egal, wem der Namen mitgeteilt wird, fast jeder fühlt sich bemüßigt, das zu kommentieren. Und nicht immer nett. Daher sollte das Ungeborene vielleicht in der Öffentlichkeit nach wie vor mit „Pünktchen“ oder „Mini“ bezeichnet werden, möchte man keine Diskussionen führen müssen. Tagebuch Von vielen Verlagen gibt es vorgefertigte Babytagebücher, in denen aufregende Momente der Schwangerschaft und der ersten Lebensjahre festgehalten werden können. Für sich selber und auch für das Kind ist das später sehr schön. Denn selbst, wenn man sich noch so sicher ist, dass man nie vergessen wird, wann der Nachwuchs das erste Mal gelacht oder gesprochen hat, gelaufen ist oder durchgeschlafen hat, man wird es leider sehr wohl vergessen.